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Liebevolle Betreuung und soziales Miteinander

Blom­berg (lig). Das DRK-Zen­trum Har­le­kin hat seit An­fang Mai seine Räume be­zo­gen und seine Ar­beit auf­ge­nom­men: Das so­zial in­te­grierte Wohn­pro­jekt bie­tet hilfs­be­dürf­ti­gen Men­schen in neu­en, schmu­cken Räum­lich­kei­ten ver­schie­denste Ar­ten der Be­treu­ung und er­mög­licht so­ziale Kon­takte und Be­geg­nung al­ler Al­ters­grup­pen. Vor zwei Jah­ren be­gan­nen beim DRK-Kreis­ver­band Det­mold die ers­ten Pla­nun­gen für die­ses Haus. Es dau­erte dann noch ein Jahr bis die Bau­maß­nah­men be­gin­nen konn­ten.

Nach rund ei­nem Jahr Um- und Neu­bau, er­strahlt das Haus nun mit hel­len großen Räu­men, ei­ner mo­der­nen Ein­rich­tung und bie­tet eine freund­li­che At­mo­s­phäre. Ent­stan­den ist eine Wohn­gruppe für äl­tere Men­schen, die 24 Stun­den be­treut wer­den, sechs Woh­nun­gen für Fa­mi­lien mit Hilfs­be­darf – zum Bei­spiel für al­lein­ste­hende Müt­ter – so­wie eine Ta­ges­pflege für Men­schen, die eine Be­treu­ung ü­ber Tag benöti­gen. Des Wei­te­ren gibt es eine Kin­der­gar­ten­gruppe für Kin­der un­ter drei Jah­ren im Sou­ter­rain. Ab­ge­run­det wird das ganze Areal mit ei­nem an­spre­chen­den Gar­ten­be­reich.

In der Wohn­gruppe für äl­tere Men­schen hat je­der Be­woh­ner sein ei­ge­nes Zim­mer, das er nach ei­ge­nen Vor­stel­lun­gen ein­rich­ten kann. Eine große Ge­mein­schafts­küche bie­tet Raum für ge­sel­li­ges Mit­ein­an­der, ge­nau wie eine Ter­ras­se. Diese Gruppe bie­tet für 16 Be­woh­ner Platz. Außer­dem gibt es zwei Gäs­te­zim­mer für An­gehö­ri­ge, die ihre Fa­mi­li­en­mit­glie­der be­su­chen möch­ten. Die Woh­nun­gen für Fa­mi­lien mit Hil­fe­be­darf sind im Ober­ge­schoss ein­ge­rich­tet und ver­fü­gen eben­falls ü­ber einen Ge­mein­schafts­be­reich so­wie ei­nem Ge­mein­schafts­bal­kon.

Der ta­ges­pfle­ge­ri­sche Be­reich fin­det von 8 bis 16.30 Uhr statt. "Er ist für Men­schen ge­dacht, die nicht mehr al­leine zu Hause woh­nen blei­ben kön­nen", sagt Antje Schmidt, Lei­te­rin der Ta­ges­pfle­ge. In der Ta­ges­pflege gibt es 14 Plät­ze. Hier er­hal­ten die Ta­ges­gäste Mahl­zei­ten und kön­nen so­ziale Kon­takte pfle­gen. Hier be­steht die Mög­lich­keit von Ge­sell­schaftss­pie­len, des ge­mein­sa­men Ko­chens, des Sit­zens vor dem Ka­min oder auf der Ter­ras­se, um die Ge­sel­lig­keit zu pfle­gen und vie­les mehr. "­Die Men­schen kön­nen daran teil­neh­men, müs­sen es aber nicht", sagt Schmidt. Es gibt auch die Mög­lich­keit, nur für eine kurze Zeit das An­ge­bot wahr­zu­neh­men. "­Zum Bei­spiel, wenn pfle­gende An­gehö­rige die Pflege ein­mal nicht leis­ten kön­nen oder selbst eine Aus­zeit benöti­gen", so Schmidt.

Jede Gruppe hat ih­ren ei­ge­nen Be­reich, aber alle Grup­pen kön­nen sich in der Mitte des Hau­ses be­geg­nen, wenn sie dies möch­ten. Ein an­spre­chen­der Gar­ten run­det das Areal ab. Hier gibt es außer di­ver­sen Ru­hemög­lich­kei­ten einen Sin­nes­gar­ten, Hoch­beete und eine Gemü­se­plan­ta­ge, die ei­ner­seits einen schö­nen An­blick bie­ten aber den Men­schen im Haus auch eine Be­schäf­ti­gung ge­ben sol­len. "Viele Men­schen ha­ben ihr Le­ben lang Gar­ten­ar­beit ge­macht und ha­ben daran viel Spaß. Für Roll­stuhl­fah­rer und Men­schen, de­nen das Bü­cken schwer fällt, wur­den Hoch­beete an­ge­legt, da­mit sie sich gut und be­quem da­mit be­schäf­ti­gen kön­nen ", so Pe­tra Meers­s­chaert, Ge­schäfts­füh­re­rin der Be­reichs­lei­tung Pfle­ge. Sie hatte auch die Idee für den Na­men des Hau­ses – Har­le­kin. "Ich habe den Na­men bei Wi­ki­pe­dia nach­ge­se­hen und fand die Ei­gen­schaf­ten wie Ver­brei­tung von Fröh­lich­keit und auch eine ge­wisse Ei­gen­sin­nig­keit sehr pas­send auch für un­ser Haus, denn es soll eine schöne fröh­li­che Viel­falt sein."

vom 31.05.2014 | Ausgabe-Nr. 22B

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