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Liebevolle Betreuung und soziales Miteinander in attraktiven Räumen

DRK Zentrum "Harlekin" hat seit Anfang Mai die Arbeit aufgenommen

Blom­berg (la/­lig). Das DRK Zen­trum "Har­le­kin" hat seit An­fang Mai seine Pfor­ten geöff­net: Das so­zial in­te­grierte Wohn­pro­jekt bie­tet für hilfs­be­dürf­tige Men­schen in neuen schmu­cken Räum­lich­kei­ten ver­schie­denste Ar­ten der Be­treu­ung, Be­schäf­ti­gung, er­mög­licht so­ziale Kon­takte und Be­geg­nung ver­schie­dens­ter Al­ters­grup­pen.

Vor zwei Jah­ren be­gan­nen beim DRK-Kreis­ver­band Det­mold die ers­ten Pla­nun­gen für die­ses Haus. Es dau­erte dann noch ein Jahr bis die Bau­maß­nah­men be­gin­nen konn­ten.

Nach rund ei­nem Jahr Um- und Neu­bau er­strahlt das Haus nun mit hel­len großen Räu­men, ei­ner mo­der­nen Ein­rich­tung und bie­tet eine freund­li­che At­mo­s­phäre. Ent­stan­den sind zwei acht­köp­fige Wohn­grup­pen, eine für äl­tere und eine für jün­gere Men­schen, die 24 Stun­den fach­lich qua­li­fi­ziert be­treut wer­den, sechs Woh­nun­gen für junge Fa­mi­lien mit Hilfs­be­darf. Ebenso eine Ta­ges­pflege für Men­schen, die eine Be­treu­ung und Ver­sor­gung ü­ber Tag benöti­gen. Des Wei­te­ren gibt es eine Kin­der­gar­ten­gruppe für Kin­der un­ter drei Jah­ren im Sou­ter­rain, so­wie ver­schie­denste Ge­mein­schafts­räu­me. Ab­ge­run­det wird das ganze Areal mit ei­nem an­spre­chen­den, großzü­gi­gen Gar­ten­be­reich in ei­nem länd­li­chen Am­biente

In den Wohn­grup­pen für äl­tere und jün­gere Men­schen hat je­der Be­woh­ner sein ei­ge­nes Zim­mer, das er nach ei­ge­nen Vor­stel­lun­gen ein­rich­ten kann. Eine große Ge­mein­schafts­küche bie­tet Raum für ge­sel­li­ges Mit­ein­an­der, ge­nauso wie eine Ter­rasse und ein Bal­kon.

Außer­dem gibt es zwei Gäs­te­zim­mer für ein­ge­schränkte Men­schen, de­ren An­gehö­rige für be­stimmte Zeit die Pflege zu­hause nicht ge­währ­leis­ten kön­nen. Auch Zu­gehö­rige von wei­ter her, die ihre Fa­mi­li­en­mit­glie­der in den Wohn­grup­pen be­su­chen möch­ten dür­fen diese Räum­lich­kei­ten nut­zen.

­Die Woh­nun­gen für Fa­mi­lien mit Hilfs­be­darf sind haupt­säch­lich im Ober­ge­schoss ein­ge­rich­tet. Auch sie rich­ten sich selbst nach ei­ge­nen Wün­schen und Mög­lich­kei­ten ein. Diese jun­gen Fa­mi­lien be­kom­men Un­ter­stüt­zung und Hil­fe­stel­lung von ei­ner So­zi­al­päd­ago­gin, um ihre all­täg­li­che Le­bens­führung, wie ko­chen, ein­kau­fen, Schule oder Aus­bil­dung zu schaf­fen, bei der Be­treu­ung ih­rer Kin­der, um lang­fris­tig selbst­stän­dig ihr Fa­mi­li­en­le­ben zu führen.

­Die Ta­ges­pflege bie­tet reich­lich Platz für bis zu 14 Per­so­nen werk­tags. "­Sie ist für Men­schen ge­dacht, die so lange wie mög­lich in ih­rem pri­va­ten Zu­hause le­ben möch­ten, aber den Le­ben­sall­tag nicht mehr al­lein be­wäl­ti­gen kön­nen", sagt Antje Schmidt, Lei­te­rin der Ta­ges­pfle­ge. Hier er­hal­ten die Ta­ges­gäste ge­mein­same Mahl­zei­ten und Be­schäf­ti­gungs­ideen ver­schie­dens­ter Art in Ein­zel- und Grup­pen­an­ge­bo­ten. "­Sich mit an­de­ren Men­schen er­freuen und Ge­mein­schaft le­ben" ist der Leit­fa­den der Ta­ges­pflege und eröff­net Mög­lich­kei­ten am so­zia­len und öf­fent­li­chen Le­ben teil­zu­ha­ben, was sonst kaum noch mög­lich wäre. Es gibt ver­schie­denste An­ge­bote wie ge­mein­sa­mes Ko­chen, die Mög­lich­keit von Ge­sell­schaft­spie­len, ein­fach nur vor dem Ka­min oder auf der Ter­rasse sit­zen und die Ge­sel­lig­keit pfle­gen, einen Snooz­len­raum und so viel mehr. "­Die Men­schen kön­nen daran teil­neh­men, müs­sen es aber nicht, denn bei uns steht der Mensch im Mit­tel­punkt und wir se­hen ihn in sei­ner Ganz­heit und ha­ben den An­spruch das Ta­ges­er­le­ben in­di­vi­du­ell und be­dürf­ni­s­ori­en­tiert zu ge­stal­ten", sagt Schmidt. Es gibt auch die Mög­lich­keit nur für eine kurze Zeit die Ta­ges­pflege zu be­su­chen "­zum Bei­spiel wenn pfle­gende An­gehö­rige sel­ber ein­mal Pau­sen und Aus­zei­ten benöti­gen und neue Kraft schöp­fen möch­ten", so Schmidt.

Die pfle­ge­ri­sche Un­ter­stüt­zung ist selbst­ver­ständ­lich in­te­grier­t.

Jede Gruppe hat ih­ren ei­ge­nen Be­reich, or­ga­ni­siert sich selbst, aber alle Grup­pen kön­nen sich in ver­schie­dens­ten Räu­men im Haus durch­aus be­geg­nen, wenn sie das möch­ten. Zu­dem run­det ein an­spre­chen­der Gar­ten das Areal ab und bie­tet so­ziale Ver­net­zun­gen der ver­schie­de­nen Grup­pen. Im Gar­ten gibt es einen Sin­nes­gar­ten und ver­schie­denste Ru­hemög­lich­kei­ten, Hoch­bee­te, eine Gemü­se­plan­ta­ge, die einen schö­nen An­blick bil­den, aber den Men­schen im Haus auch eine Be­schäf­ti­gung ge­ben sol­len. "Viele Men­schen ha­ben ihr Le­ben lang Gar­ten­ar­beit ge­macht und ha­ben daran viel Spaß. Da das Bü­cken vie­len äl­te­ren Men­schen oft schwer fällt oder auch für Roll­stuhl­fah­rer wur­den Hoch­beete an­ge­legt, da­mit sie sich gut und be­quem da­mit be­schäf­ti­gen kön­nen ", so Pe­tra Meers­s­chaert, Ge­schäfts­füh­re­rin der Be­reichs­lei­tung Pfle­ge. Sie hatte auch die Idee für den Na­men des Hau­ses – "Har­le­kin". "Ich habe den Na­men bei Wi­ki­pe­dia ge­g­oo­gelt und fand die Ei­gen­schaf­ten wie Ver­brei­tung von Fröh­lich­keit und auch eine ge­wisse Ei­gen­sin­nig­keit sehr pas­send auch für un­ser Haus, denn es soll eine schöne fröh­li­che Viel­falt sein".

vom 14.06.2014 | Ausgabe-Nr. 24B

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